Triggerpunktbehandlung und Lymphdrainage

by Erik Goossens | #Uncategorized

Auch diese 2 Behandlungsformen werden in unserer Praxis angeboten. Hier möchte ich Euch diese erläutern.

Was wird unter Triggerpunktbehandlung und Lymphdrainage verstanden? Was ist das Ziel? Wie funktioniert es? Und wann wird es eingesetzt?

Triggerpunktbehandlung

Sie hat als Ziel die Beseitigung sogenannter „myofaszialer Triggerpunkte“. Diese sind lokal begrenzte Muskelverhärtungen in der Skelettmuskulatur, die lokal druckempfindlich sind und von denen übertragene Schmerzen ausgehen können. Rund 80 bis 90 % der Schmerzsyndrome sollen auf derartige Muskulaturverhärtungen zurückzuführen sein. So ist zum Beispiel ein myofaszialer Triggerpunkt im Schulterheber-Muskel (M. trapezius), der Schmerzen im Hinterkopf/Schläfenbereich auslösen (triggern) kann, auch in den meisten Fällen der Auslöser für jene Schmerzbilder. Die therapeutischen Möglichkeiten richten sich hauptsächlich auf die gezielte Reduktion/Deaktivierung der permanent kontrahierten Muskelfasern sowie die anschliessende nachhaltige Prophylaxe dieser dauerhaft verkürzten oder fehlbeanspruchten (ungünstige Arbeitshaltung, mangelhafter Trainingszustand etc.) Muskeln. Als Möglichkeiten bieten sich je nach betroffenem Muskel an: spezifische manuelle physiotherapeutische Behandlungstechniken, Nadelungen des Triggerpunktes mit Akupunkturnadeln (Dry Needling). Solche Triggerpunkte entstehen durch akute oder chronische Überbelastung, Überdehnung, zu lange statische Belastung des Muskels oder durch Kälteeinwirkungen.

Lymphdrainage

die manuelle Lymphdrainage arbeitet unter anderem mit speziellen Druck- und Schöpfgriffen. Sie ist eine Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen wie Körperstamm und Extremitäten (Arme und Beine). Sie wird angewandt bei postoperativen, posttraumatischen Lymphödemen, rheumatischen Gelenkserkranungen, bei der Nachsorge von Patientinnen mit Brustkrebsoperationen, Hämatomen und Ödemkrankheiten (Lymphödem, Lipödem, Phlebödem, Ulcus cruris), bei Verbrennungen, Schleudertrauma und Morbus Sudeck. Kontraindikationen: dekompensierte Herzinsuffizienz, kardiales Ödem.

Sie wird in der Regel gemeinsam  mit weiteren Methoden (Bandagieren, Bewegungsübungen, entstauende Lagerung, etc.) angewendet →KPE = komplexe physikalische Entstauungstherapie.

Therapie: Information über Lymphproblematiken, Risiken, manuelle Lymphdrainage, Bandagieren (Kompressionstherapie), Alltagsplanung (bei chronischem Verlauf), Unterstützung bei Fragen und bei Bedarf erlernen von selbständigem Bandagieren

Text/ Inhalt: Anne-Louise Haas – Brunner

Comments are closed.